Rütter - Münster.
 

TrichoLAB bei Haarausfall


Haarausfall

Haarausfall ist ein physiologischer Prozess, der jeden Menschen begleitet. Jeden Tag verlieren wir Haare und jeden Tag beginnen neue Haare auf der Haut zu wachsen. Erst bei einem übermäßigen Haarverlust spricht man von Haarausfall. 

In lateinischer Sprache wird Haarausfall als „alopecia“ bezeichnet.

Ein übermäßiger Haarausfall ist bei vielen Krankheitszuständen der Kopfhaut zu beobachten und kann auch als physiologisch bedingter Haarausfall auftreten (als sog. postpartaler Haarausfall). Ob er als Krankheit angesehen wird, hängt nur vom Ausmaß der Erscheinung.

Übermäßiger Haarausfall kann genetisch oder durch Umweltfaktoren bedingt sein. Zur ersten Gruppe gehört androgener Haarausfall, der unstreitig die am häufigsten vorkommende Art des Haarausfalls ist. Beispiele für Krankheiten aus der zweiten Gruppe kann Haarausfall bedingt durch Medikamente oder toxische chemische Stoffe sein.

Es gibt viele Erkrankungen, bei denen Haarausfall primär auftritt, d.h. der Haarbalg ist vom Krankheitsprozess primär befallen. Gelegentlich ist ein sekundärer Haarausfall zu beobachten, bei dem die Haarbälger durch Krankheitsprozess erfasst werden, der primär andere Hautstrukturen befallen hat.

Kleinerer Haarvolumen kann außerdem nicht durch Haarausfall, sondern lediglich durch Tendenz zum Brechen bedingt sein.

Außer dem bereits oft angesprochenen androgenischen Haarausfall wird oft telogener Haarausfall, kreisrunder Haarausfall, narbige Alopezie sowie Haarverlust als Folge von Schönheitsbehandlungen (chemische, thermische Verletzung, Ziehen) erkannt. Bei manchen seltener vorkommenden Formen des Haarausfalls kann nicht nur die Diagnose, sondern auch ihre Erkennung schwer sein.

Bei manchen Arten des übermäßigen Haarverlustes kommt es oft vor, dass der Patient mehrere Fachärzte aufsucht, bis die richtige Diagnose gestellt werden kann.

Die richtige Diagnose ist der wichtigste Moment im Prozess der erfolgreichen Behandlung. Sie ist besonders wichtig bei den Arten des Haarausfalls, wo eine Wiederherstellung des früheren Zustands der Haare noch möglich ist.

Trichoskopie


Trichoskopie ist eine digitale Methode zur Haaranalyse, die technisch auf der Videodermatoskopie basiert.

In der Regel werden 20x- und 70x-Vergrößerung verwendet. Anhand Trichoskopie werden Haarschaft, Haarbalgmündungen und die umliegende Haut beurteilt. Diese Methode ermöglicht ihre Beurteilung ohne Haarentnahme (nicht invasiv).

Bei der Untersuchung mit der Videokamera bekommt man das Bild der Haare und Kopfhaut an drei Bereichen: Stirn, Schläfen und Hinterkopf. Bei jedem Bereich erstellt der Arzt je 4 Aufnahmen. Je nach Bedingungen und klinischem Verdacht wird die Untersuchung mit oder ohne Flüssigkeit („trocken“) durchgeführt.

Anhand Trichoskopie kann man verschiedene Arten von Haarausfall erkennen, besonders den androgenen Haarausfall mit chronischem telogenem Effluvium sowie dystrophische, Rest- und gebrochene Haare. Diese Methode lässt auch Aktivität von solchen Entzündungskrankheiten wie Lichen Planopilaris (LPP) und Diskoider Lupus Erythematodes (DLE) beurteilen.

Trichoskopie ermöglicht eine objektive Beurteilung der Wirksamkeit der Therapie, was oft wegen psychosomatischer Auswirkung vieler Erkrankungen der behaarten Kopfhaut sehr wichtig ist.

Bildanalyse

die modernste Methode.


Grundlage für die Trichoskopie-Analyse ist eine Reihe von Aufnahmen der Kopfhaut in Videodermatoskopie. Die Aufnahmen werden einer automatischen, computergestützten Bildanalyse unterzogen. Höchst anspruchsvolle Algorithmen zur Erkennung von bestimmten farblich-räumlichen Mustern (eng. pattern recognition) lassen die Haare, Haareinheiten (Haarbälger) und andere wichtige Objekte automatisch erkennen und präzise bemessen. Detaillierte Daten über Haare und Haareinheiten bilden dann die Grundlage für die Berechnung von wesentlichen statistischen Indikatoren für die Trichoskopie.

Die Algorithmen und Berechnungsmethoden werden bei TrichoLAB kontinuierlich verbessert und Erfahrung mit jeder Untersuchung lässt uns noch präzisere Ergebnisse liefern.

Nicht invasive Methode

ohne Haarentnahme.


Bei der Trichoskopie-Untersuchung, kurz Trichoskopie, wird das Bild der Haare und behaarter Kopfhaut (in der Regel) mit einer Videokamera des Videodermatoskops aufgenommen und anschließend auf Computerbildschirm angezeigt. Die Untersuchung ist absolut nicht invasiv und schmerzlos. Bei der Untersuchung werden drei Kopfbereiche inspiziert – Stirn-, Schläfen- und Hinterkopfbereich. Während der Untersuchung kann eine Flüssigkeit für besseren Kontakt der Videokamera mit den Haaren benutzt werden.

Bei Trichoskopie werden keine Haare entnommen, wodurch die Untersuchung komfortabler als z.B. Trichogramm verläuft.

Die Untersuchung ist nicht invasiv und schmerzlos, wodurch sie einfacher wiederholt werden kann, um den Erfolg der Behandlung zu beurteilen.

Digitale Aufzeichnung

lässt Veränderungen im Zeitverlauf analysieren.


Trichoskopie basiert auf der in der Dermatologie breit verwendeten Technik der Videodermatoskopie, d.h. die das Bild der Haut anhand einer mit dem Computer verbundenen Mikrokamera aufnehmen und digital speichern lässt. Die dafür am häufigsten eingesetzten Geräte sind Videodermatoskope von FotoFinder.

Trichoskopie ermöglicht eine objektive Beurteilung der betroffenen Strukturen. Dadurch lassen sich Ergebnisse der Behandlung durch Vergleichen der relevanten Daten der Haare aus mehreren Untersuchungsgängen beurteilen.

Diagnostik

ist der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung.


Bei Hautkrankheiten, genauso wie bei allen anderen Krankheiten, ist die richtige Diagnostik das notwendige Element auf dem Weg zur Diagnose. Richtige Diagnose ist zum Einschalten der geeigneten Behandlung unentbehrlich. Trichoskopie ermöglicht es in vielen Fällen, die Art des Haarausfalls genau zu identifizieren. Es ist besonders wichtig bei mehreren vorhandenen Erkrankungen, die beide den Haarausfall bewirken und trotzdem völlig anders behandelt werden müssen.

Dank der Trichoskopie kann die Diagnose schneller erstellt werden, was bei vielen Arten des Haarausfalls von großer Bedeutung ist (bei vielen Patienten mit Haarausfall ist Nachwuchs bei unverzüglicher Einleitung der Therapie möglich).


Der Report basiert auf der Auswertung einer Reihe auflichtmikroskopischen Aufnahmen der Kopfhaut, die eine automatische computergestützte Bildanalyse durchlaufen. Mithilfe von hochentwickelten Mustererkennungs-Algorithmen können Haare, Haarfollikel und andere wichtige Objekte, die in den Aufnahmen sichtbar sind, ermittelt und präzise gemessen werden. Umfangreiche Daten zu Haaren und Haarfollikeln bilden daraufhin die Grundlage für die Berechnung statistischer Schlüsselfaktoren der Trichoskopie. Die von TrichoLAB verwendeten Algorithmen und Berechnungsmethoden werden laufend verbessert. Die mit jedem durchgeführten Test gewonnene Erfahrung trägt zur ständigen Erhöhung der Prüfgenauigkeit bei.

Die Trichoskopie ermöglicht eine objektive Bewertung der untersuchten Strukturen. Dadurch können Behandlungsergebnisse durch den Vergleich wichtiger Haarparameter bei den Folgeuntersuchungen beurteilt werden.